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Dienstag, 28. Oktober 2014

"In der Ruhe liegt die Kraft"

Eine Binsenweisheit - dennoch wahr.
Oft setzt man sich an sein Instrument und beginnt sich "warmzuspielen".
Wer aber kennt nicht die frustierende erste Viertelstunde, bis man "warm" ist?
Muß das sein?
Muß man sich am Instrument "aufwärmen" oder könnte man das nicht schon vorher tun?

Berüchtigt, umstritten, belächelt wurde Glenn Gould, der vor Konzerten und Studioterminen seine Hände und Unterarme in warmes - heißes Wasser tauchte. Er schwor darauf - was Glenn Gould recht ist, sollte uns billig sein; zu diesem Thema werde ich noch gesondert schreiben.

Jeder Sportler - und was ist ein Musiker, wenn kein Sportler, der seine Hände verwendet - wärmt sich vor seiner Tätigkeit auf. Für jeden einsichtig. Dehnungsübungen - klar!

Wie schaut es mit Musikern aus? Ich befürchte, so ziemlich mau ...

Ich möchte eine Lockerungsübung vorstellen, die gleichzeitig die Hand "warm" macht - 1 min, länger dauert sie nicht .... Man sollte mit dieser Lockerungsübung nicht nur beginnen, sie ist auch gut für "zwischendrin", wenn man merkt, daß man verkrampft, die Kraft ausgeht, kurz: bei jeder Form von Ermüdung!

1°   Die Oberarme nehme man waagrecht zur Seite.
2°   Hände und Finger entspannen.
3°   Durch Bewegung der Unterarme die Hände und Finger passiv vor- und zurückschnellen lassen.

       Tip: Man stelle sich vor, die Hände sind voller Teig und man möchte diesen durch Schütteln der Hände (passives Schütteln! Die eigentliche Bewegung kommt aus den Unterarmen!) loswerden.
   
4°   Den ganzen Vorgang für ca. 60 sec ausführen. Dabei die Hände und Finger immer lockerer lassen.
  
        Tip: Man darf sich durchaus dem inneren Bild hingeben, daß Hände und Finger sich lösen und Stück für Stück davonfliegen .... (Nein, ich bin kein Fan von Zombiefilmen!)




Nach ca. 60 sec beide Arme und Hände herabhängen lassen und einfach spüren .... Unbezahlbar!





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